Wesen im Google-net-z

Installation im Galerieverein Leonberg, 2016

Wir leben im Zeitalter des Anthropozän. Das heißt: nie zuvor hat der Mensch auf biologische, geologische und atmosphärische Prozesse der Erde so stark eingegriffen, wie wir das zur Zeit feststellen müssen. Der gestalterische Drang und Schöpfungswille ist seit Anbeginn mit der „Natur des Menschen“ verbunden. Bis in die Gegenwart hat der Mensch Fähigkeiten entwickelt, die es ihm heute mehr denn je ermöglichen, gestaltend wie auch zerstörend in Naturprozesse einzugreifen.

Meine „Wesen“ im Google-net-z sind visionär erdachte Gestalten, die in einer fernen Zukunft unter Herrschaft einer künstlichen Intelligenz verortet sind. Ohne Geschlechtsorgane gehen sie eine Symbiose zwischen Mensch, Tier und Pflanze ein, sind Wesen, die aus sich selbst heraus leben und sich vermehren können. Frei von Zwängen verbinden sie sich mit der Natur und bleiben offen für eine lebenserhaltende Mutation.

11 Wesen im Google-net-z, Atelieraufnahme 2017

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